18 March 2021

Zero Waste Küche – 6 Tipps für weniger Müll

Zero Waste Rezepte? Kochen mit Lebensmitteln ohne Kunststoffverpackungen? Wir zeigen dir, was eine Zero Waste Küche ist und wie du sie dir mit unseren Tipps selbst einrichtest.

Was ist eine Zero Waste Küche?

Mit einer Zero Waste Küche setzt du ein Zeichen für mehr Nachhaltigkeit und verzichtest im besten Fall ganz auf Verpackungsmüll aus Plastik. Der überwiegende Teil unserer Verbrauchsgüter wird durch Einwegverpackungen geschützt. Daher ist der erste Schritt zu einer Zero Waste Küche der bewusste Konsum von unverpackten Lebensmitteln. Zudem gibt es nachhaltige Möglichkeiten der Reststoffverwertung, die du leicht umsetzen kannst.

Da der größte Teil unseres Mülls aus der Küche stammt, erzielst du in diesem Bereich des Haushalts den größten Effekt für ein Leben ohne Plastik. Beispiele hierfür sind Zero Waste Rezepte, bewusstes Einkaufen sowie Möglichkeiten, nachhaltige Alternativen zu finden. Die Einrichtung der Küche stellt die ersten guten Ansätze für diese Veränderung dar.

Die nachhaltige Einrichtung einer Zero Waste Küche

Ein wesentlicher Bestandteil für die Einrichtung einer Küche ohne Abfall sind Küchenutensilien aus nachhaltigen Materialien. Küchenhelfer aus Kunststoff sind zwar günstig, jedoch in den meisten Fällen kurzlebig und widersprechen daher dem Zero Waste Gedanken. Verwende in deiner Küche lieber Bratwender, Kochlöffel oder Brotbackformen aus nachhaltigen Rohstoffen. Wir haben für dich die wichtigsten alternativen Materialen zu Plastik zusammengestellt:

Ton,

Keramik,

Holz,

Glas,

Porzellan,

rostfreier Stahl,

Gusseisen und

Emaille

Auf lange Sicht sind diese Küchenhelfer langlebiger, kostengünstiger und umweltfreundlicher. Das herkömmliche Backpapier kann durch eine Backmatte aus Silikon ersetzt werden. Mit selbst gemachten Wachstüchern ersetzt du ganz einfach deine Frischhaltefolien. Eine Anleitung findest du hier. Um Einwegverpackungen zu vermeiden, ersetzt du Behälter aus Plastik durch dekorative Vorratsgläser.

Beispielsweise können Schüsseln, Tabletts, Teller oder Brotkästen aus Keramik, Edelstahl oder Holz die unzähligen Plastikartikel umweltfreundlich ersetzen. Gibt es in deiner Küche dennoch Mehrwegbehälter aus Kunststoff, so sollten diese so lange wie möglich in Nutzung bleiben.

Mit 6 einfachen Tipps zu deiner Zero Waste Küche

Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, mit denen du deine eigene Zero Waste Küche umzusetzt. Zum einen lohnt sich die Verwendung von selbst hergestellten Reinigungsmitteln und wiederverwendbaren Einwegfiltern. Zum anderen trägt das Umdenken in Bezug auf Lebensmittelbeschaffung und -Verwendung zum großen Teil zur Müllvermeidung bei.

Tipp 1 - Eigene Reinigungsmittel

Aus herkömmlichen Zutaten, wie Zitronensaft, Essig und Natron stellst du eigene Universalreiniger her. Achte darauf die Reiniger in deutlich gekennzeichneten Mehrwegbehältern zu lagern, um eine falsche Verwendung auszuschließen. So sparst du neben Verpackungsmüll auch noch Geld und Platz.

Tipp 2 - Der eigene Garten

Mit dem Eigenanbau von frischem Obst, Gemüse und Käutern trägst du wesentlich zur Zero Waste Küche bei. Die gesunden Zutaten begrünen nicht nur den Balkon oder Garten, sie tragen in vielerlei Hinsicht zur Vermeidung von Plastikmüll bei. Der größte Teil der Überreste von angeschlagenem Obst und Gemüse kann zum Anbau neuer Pflanzen genutzt werden.

Tipp 3 - Mehrfachfilter und loser Tee

Zu viele Kaffeekapseln und Filter? Diese lassen sich leicht ersetzen. Beispielsweise durch nachfüllbare Kaffeekapseln und wiederverwendbare Filterbeutel aus Stoff oder Edelstahl. Der übrige Kaffeesatz trägt dem Kompost bei.

Tipp 4 - Kühlfach füllen, aber richtig

Verarbeite übrig gebliebene Lebensmittelreste vom Vortag zu neuen Gerichten oder friere sie für spätere Mahlzeiten ein. Zum Einfrieren gibt es nachhaltige Möglichkeiten, die Gefrierbeutel oder Behälter aus Kunststoff zu ersetzen. Beispielsweise wiederverwendbare Gläser, beschichtetes Wachstuch oder –papier und Edelstahlgefäße ersetzen die Einwegoptionen.

Tipp 5 - Thema Food-Sharing

Manchmal kochen wir einfach zu viel des Guten. Wohin damit? Kein Platz im Kühl- oder Gefrierschrank? – Dann probiere es mit Food-Sharing. Mit der Anmeldung auf einer Food-Sharing Plattform, hast du die Möglichkeit, deine überschüssigen Lebensmittel am nächsten Standpunkt abzugeben. Lebensmittel müssen so im genießbaren Zustand nicht mehr entsorgt werden. Auch kleine Supermärkte tragen hierzu bei und teilen beispielsweise Obst. Das Beste daran? Food-Sharing ist auch für dich kostenfrei.

Eine Alternative zu Food-Sharing sind Apps wie "Too Good to Go". Dort verbinden sich Verbraucher und Restaurants. Gaststätten können unverbrauchte Lebensmittel des Tages weitergeben, anstatt sie wegzuwerfen.

Tipp 6 - Mindesthaltbarkeitsdatum

Viele Lebensmittel werden direkt nach dem Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums entsorgt. Leider wäre ein Großteil dieser Lebensmittel noch getrost verwendbar. Informiere dich, wie deine Lebensmittel aussehen und riechen, wenn du über das Verbrauchsdatum hinaus gehst und sie noch essen möchtest. Ausnahmen: bei Produkten wie Fleisch und Fisch solltest du aus gesundheitlichen Gründen auf die Angabe vertrauen und keine Lebensmittel nach Ablauf des Verfallsdatums konsumieren.

Wie du für eine Zero Waste Küche einkaufst

Zero Waste beginnt bei dem, was du zum Einkauf mitbringst. Nimm zum Einkauf eine wiederverwendbare Tasche als nachhaltige Alternative zu den Tragetaschen aus Plastik mit. Sie sind haltbarer und häufig deutlich praktischer.

Doch der einfachste Tipp ist, das Kochen für die Woche zu planen und zu koordinieren. Der Einkauf passiert mit einer Liste von Zutaten für die Mahlzeiten der Woche. Diese Vorbereitung von Mahlzeiten nennt man „Meal Prep“. Es spart Geld und Zeit, da das Einkaufen zielgerichteter ist. Ein übersichtlicher sauberer Kühlschrank dient einem besseren Überblick und besserem „Meal Prepping“. Gibt es noch Reste, werden diese zuerst verwendet.

Einige Supermärkte spezialisieren sich auf den Einkauf ohne Verpackungen. Unverpackt-Läden verwenden keinerlei Verpackungen für frisches Gemüse oder Obst. Den Zero Waste Einkauf in einem Unverpackt-Laden gestaltest du mit den bereits erwähnten eigenen Behältern. In deiner Nähe gibt es keinen Anbieter dieser Art? Keine Sorge, Online-Shops dieser Art bieten denselben Service.

Warum Lebensmittel einsparen und Müll vermeiden?

Die Folgen eines stetig wachsenden, (unbewussten) Konsums werden untragbar für unsere Umwelt. Doch viele Menschen denken bereits um und sparen Plastik in der Küche ein oder recyceln einen großen Teil davon. Zugegeben noch lange nicht genug, denn jedes Jahr wächst die Menge an nicht-recycelbarem Hausmüll.

Mit unseren kreativen Tipps und Möglichkeiten bringst du die Nachhaltigkeit in dein tägliches Leben. Starte mit uns deine eigene Zero Waste Küche!


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