16 March 2021 (updated)

Schwimmstunden können Kinder vor dem Ertrinken retten

Jedes Kind sollte schwimmen lernen – allein schon aus Sicherheitsgründen. Schwimmstunden mit einem professionell ausgebildeten Schwimmlehrer sind dabei eine wertvolle Ergänzung zum Schwimmtraining zuhause

Schwimmstunden sorgen für Sicherheit

Das Planschen im Pool und Schwimmstunden gehören für die meisten Familien zum Sommer unbedingt dazu. Damit der fröhliche Badetag nicht in einer Tragödie endet, ist es extrem wichtig, auf die Sicherheit und Gesundheit aller Familienmitglieder zu achten. Dazu gehören nicht nur das Eincremen mit Sonnenmilch und ausreichende Flüssigkeitszufuhr.

Vor allem für Kinder ist Sicherheit im Wasser lebenswichtig. Laut Weltgesundheitsorganisation ist das Ertrinken die dritthäufigste Todesursache weltweit. Laut der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) sind 2018 über 500 Menschen in Deutschland ertrunken. Diese Zahlen sind alarmierend hoch.

schwimmen lernen mit Schwimmlehrer

Sicherheit im Wasser durch Schwimmtraining

Um deinen Nachwuchs vor den Gefahren des Ertrinkens zu schützen, sind einige Sicherheitsmaßnahmen fürs Wasser ratsam:

  • Kinder niemals unbeaufsichtigt am und im Wasser spielen lassen!
  • Rettungswesten für alle, die nicht sicher schwimmen können!
  • Kinder nicht in tiefes Wasser gehen lassen, es sollte ihnen maximal bis zur Brust reichen!
  • Sicherheitsregeln mit den Kids festlegen: kein Rennen, Rumtollen etc. am Pool oder Beckenrand!

Diese sollten auch bei Schwimmstunden im öffentlichen Freibad genauso wie am Badesee befolgt werden. Bei letzterem kommt noch dazu, dass oft kein Rettungsschwimmer oder Bademeister vor Ort ist.

Deswegen ist es ratsam, einen Erste-Hilfe-Kurs zu absolvieren, der auch das richtige Verhalten bei Wasserunfällen beinhaltet. Um einen Kurs in deiner Nähe zu finden, kannst du dich zum Bei-spiel an das Rote Kreuz wenden. Doch die beste Schutzmaßnahme gegen schnelles Ertrinken ist immer noch, Kindern möglichst früh das Schwimmen beizubringen.

Ab welchem Alter mit dem Schwimmtraining starten?

Viele Eltern stellen sich dabei die Frage: Was ist das richtige Alter, um mit Schwimmstunden zu beginnen? Unter jungen Mamis ist das sogenannte Babyschwimmen sehr beliebt. Das hat aber nichts mit dem Schwimmtraining im eigentlichen Sinne zu tun. Dennoch ist es eine gute Möglichkeit für Kinder, erste positive Erfahrungen mit dem Element Wasser zu erleben und sich daran zu gewöhnen. Nicht zuletzt gibt Babyschwimmen auch Eltern ein Gefühl dafür, wie sie mit ihrem Kind im Wasser sicher umgehen.

Für richtige Schwimmstunden brauchen Kinder ein gewisses Körpergefühl und Koordinationsfähigkeit. Das ist bei den meisten um den vierten Geburtstag herum der Fall. Spätestens mit dem Eintritt in die Schule sollten Kinder Schwimmtraining erhalten.

Professionelle Schwimmstunden – Darauf solltest du achten

Viele Eltern wollen ihren Kindern selbst das Schwimmen beibringen - und stellen fest, dass es gar nicht so leicht ist! Dafür gibt es verschiedene Gründe.

Oft fällt es uns Erwachsenen schwer, etwas kindgerecht zu erklären. Das gilt vor allem für Bewegungsabläufe, die wir selbst schon vor Ewigkeiten verinnerlicht haben. Manchmal sind die Kinder aber auch einfach wenig diszipliniert. Sie wollen lieber wie immer mit Mama und Papa im Wasser planschen, statt etwas zu lernen. Dabei kann es helfen, wenn ein ausgebildeter Schwimmlehrer diesen Posten einnimmt.

Bei einem Schwimmkurs in einer Schwimmschule spielt auch die Gruppendynamik eine Rolle. Oft funktioniert es mit dem Schwimmen lernen besser, wenn noch andere Kinder dabei sind.

Schwimmkurs mit dem richtigen Trainer

Einen Schwimmtrainer findest du in der Regel bei einer örtlichen Schwimmschule. Bei der Wahl des Schwimmlehrers solltest du zuallererst auf die Sympathie achten. Hast du ein schlechtes Bauchgefühl, schüchtert er oder sie dein Kind gar ein oder kommst du mit der Art des Trainers nicht klar? Dann such lieber eine andere Person, die deinem Nachwuchs das Schwimmen beibringt.

Hast du einen sympathischen Schwimmlehrer gefunden, solltest du die fachliche Qualifikation überprüfen. Hat der Trainer eine professionelle Ausbildung und entsprechen-de Kurse absolviert? Ein gutes Zeichen ist immer, wenn der Trainer ein Zertifikat vorweisen kann. Das bekannteste ist das Abzeichen Kursleiter Schwimmen Lernen (SL) vom Deutschen Schwimm-Verband.

Aufbau der Schwimmstunden

Bevor ihr einen Vertrag miteinander abschließt, solltest du mit dem Schwimmlehrer auch den Ablauf der Schwimmstunden klären. Besprecht dabei zunächst, ob dein Kind Einzelunterricht erhalten soll, zusammen mit Geschwistern oder ob es sogar eine ganze Schwimmklasse gibt.

Achte dabei vor allem auf die Bedürfnisse deines Kindes. Ist dein Kleiner eher schüchtern, wäre Einzelunterricht besser für ihn. Auch Schwimmstunden mit Geschwistern können dazu führen, dass mehr herumgealbert wird und die Kleinen nicht wirklich etwas lernen. Andererseits kann es auch passieren, dass sich die jüngeren Geschwister an den älteren orientieren und dadurch sogar schneller schwimmen lernen.

Alles in allem sollte der Schwimmlehrer keinen Drill verfolgen – bei Schwimmanfängern muss es spielerisch zugehen. Um das herauszufinden, kannst du bei einer Schwimmstunde erst einmal zuschauen, bevor du dein Kind anmeldest. Übrigens sollten die Schwimmstunden als Einzelunterricht nicht länger als 30 Minuten dauern. Danach lässt die Konzentration von Kindern stark nach. Um sie bei der Stange zu halten, sollte der Schwimmlehrer die Stunde auch abwechslungsreich gestalten, statt immer wieder die gleiche Übung durchzuführen.

Schwimmstunden zuhause

Doch wie bei allen Sportarten gilt: Schwimmstunden mit dem Lehrer allein reichen nicht aus, um richtiges Schwimmen zu lernen. Schnellere Erfolge erzielt dein Kind, wenn du mit ihm parallel zu den wöchentlichen Schwimmstunden auch zuhause oder im öffentlichen Freibad mit ihm übst.

Das gilt auch, wenn der Sommer oder der Kurs mit den Schwimmstunden vorbei ist. Schwimmen kann man zwar nicht verlernen, zumindest nicht die Fähigkeit, sich über Wasser zu halten. Allerdings kann es passieren, dass Kinder irgendwann das Wasser scheuen, wenn sie nur unregelmäßig ein Schwimmbad aufsuchen. Damit dein Nachwuchs also nicht wasserscheu wird, solltet ihr auch im Winter ab und zu ein Hallenbad aufsuchen. Schöner Nebeneffekt: So verbringt ihr gleich noch etwas quality time mit der ganzen Familie und bleibt gleichzeitig aktiv.


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