18 March 2021 (updated)

Kinder auf das Leben vorbereiten – Die 6 besten Tipps

Viele Eltern möchten ihr Kind so gut wie möglich auf die Zukunft vorbereiten und wollen ihre Erziehung dementsprechend gestalten. Hier findest du Tipps, mit denen du deine Kinder auf das Leben vorbereiten kannst – zuhause und in der Gemeinschaft.

Wie kann ich meine Kinder auf das Leben vorbereiten?

Für die meisten Familien ist der Schuleintritt ein großer Meilenstein. Bestimmt geht dein Kind schon zur Kita, aber die Schule ist nochmal ein ganz neuer Schritt. Deswegen steht in den meisten Kindergärten das letzte Jahr vor dem Schuleintritt schon voll und ganz im Zeichen der Schulvorbereitung. Das hat auch seine Gründe.

Ungefähr 90 Prozent der Hirnentwicklung findet im Alter von ungefähr 5 Jahren statt. Deswegen ist diese Zeit so wichtig, denn sie bildet die Basis für ein lebenslanges Lernen. Diese Zeit der Vorschule sehen wir oft nur insofern als wichtig, dass unsere Kinder das Alphabet und die Zahlen lernen. Allerdings ist frühkindliche Erziehung mehr als das, denn unsere Kleinen lernen in dieser Zeit wichtige Lerntechniken. Deswegen geht es bei der Vorschule weniger um spezielles Wissen und Fakten. Eine solide Basis für das Lernen und späteres Leben in der Welt zu entwickeln, ist hierbei weit wichtiger. Deswegen ist die Vorbereitung der Kinder auf die Zukunft im Prinzip gleichbedeutend mit der Vorbereitung auf die Schule.

Mit sechs Schritten fit für die Schule und die Zukunft

Wie können wir also unsere Kinder in der Vorschule unterstützen? Hier findest du einige Tipps, wie du deine Kinder auf die Schule und das spätere Leben vorbereiten kannst – jenseits von Lehrbüchern und Lern-Apps, sondern ganz normal im Familienleben und im Alltag:

  1. Kinder sollten im Haushalt mithelfen
  2. Den Kindern vorlesen ist wichtig
  3. Kinder dürfen schmutzig werden
  4. Verbringt gemeinsame Zeit auf dem Spielplatz
  5. Spielt mit Bausteinen
  6. Gemeinsam essen ist wichtig für Familien

1. Kinder sollten im Haushalt mithelfen

Hab keine Angst davor, deinem Vorschulkind mit Extra-Aufgaben zu viel zuzumuten. Studien haben gezeigt, dass das beste Maß für späteren Erfolg ist, ob dein 4-jähriges Kind im Haushalt mithelfen musste oder nicht.

Nein, wir sprechen hier natürlich nicht von Kinderarbeit oder Sklaverei und auch nicht von unrealistischen Erwartungen. Sondern es geht darum, dein Kind zum Helfen zu erziehen. Kleine Aufgaben wie das Zusammenlegen von Socken oder den Tisch decken wird dein Kind sicher gern nach und nach übernehmen. Denn du signalisierst ihm damit, dass du Vertrauen in seine Fähigkeiten hast.

Im Internet findest du viele Übersichten, welche Pflichten im Haushalt die Kleinen in welchem Alter übernehmen können. Beachte dabei aber die individuellen Fähigkeiten deines Kindes und übe dich in Geduld – es wird nicht alles von Anfang an problemlos klappen. Du wirst aber überrascht sein, wie schnell dein Kind dazu lernt. Außerdem werden Jugendliche, die von Anfang an mithelfen mussten, später ebenso mit weniger Diskussion im Haushalt mithelfen.

2. Den Kindern vorlesen ist wichtig

Ob ihr die Reime von Wilhelm Busch liebt oder den Humor von Ottfried Preußler: Vorlesen unterstützt das Interesse deines Kindes für Bücher und die Welt der Sprachen. Außerdem schafft es gemeinsame Zeit.

Reime sind dabei ein wirklich guter Weg, ein starkes literarisches Fundament zu bauen. Außerdem wird es bei späteren Schulaufgaben wie dem Auswendig-Lernen von Gedichten helfen, wenn dein Kind bereits früh an gereimte Verse gewöhnt ist. Illustrierte Kinderbücher können hingegen eine Leidenschaft für Kunst schaffen. Viele Jugendliche sagen, dass sie bereits als kleines Kind von Bilderbüchern fasziniert waren. Eine breite Palette an Büchern schafft so vielfältige Interessen.

3. Kinder dürfen schmutzig werden

Seien wir doch ehrlich: Wir Deutschen sehen es nicht so gern, wenn unser Kind sich auf dem Spielplatz oder beim Malen voller Freude dreckig macht. Bei vielen Eltern schrillen sofort die Alarmglocken los, wenn ihr Nachwuchs sich auf eine Pfütze zubewegt – die gute Hose könnte schmutzig werden und der Knirps hat keine Gummistiefel an! Sofort wollen wir unser Kind davon abhalten, damit der Wäscheberg zuhause nicht noch größer wird – doch Halt!

Wir haben totales Verständnis für dich in dieser Situation – aber auch für deinen Sprössling. Denn dein Kind will nicht in der Schlammpfütze spielen, um dreckig zu werden. Das Experimentieren mit Matsch hilft dabei, sensorische und motorische Fähigkeiten auszubilden. Das gilt auch für das Malen mit Fingerfarbe oder Teigkneten beim Backen.

Also zieh deinem Kind lieber alte Klamotten am, um die es nicht schade ist und lass es nach Herzenslust rum matschen. Danach kann es übrigens noch ein paar neue Fähigkeiten in puncto Sauberkeit und Putzen lernen…

4. Verbringt gemeinsame Zeit auf dem Spielplatz

Falls ihr als Eltern bislang noch nicht so gern auf den Spielplatz geht, solltet ihr das dringend ändern. Es kann sich auch lohnen, für einen Spielplatz mit vielfältigen Geräten einen längeren Weg zurückzulegen. Denn zum einen baut dein Kind so verschiedene motorische Fähigkeiten aus, zum anderen lernt es hier soziale Umgangsformen.

Deine Kinder müssen an der Wippe oder Rutsche warten, bis sie dran sind. Sie werden ihre Beinmuskeln einsetzen, um mit anderen um die Wette zu rennen oder die Arme beim Hangeln trainieren. Auch ein Sandkasten mit Förmchen bietet die Möglichkeit, sensorische Eindrücke aufzunehmen. Darüber hinaus knüpfen viele Kinder Freundschaften auf dem Spielplatz oder kommen zumindest mit anderen Kindern ins Gespräch. Das wird ihnen auch im Erwachsenenalter helfen. Solchen Kindern wird es in Zukunft leichter fallen, auf fremde Menschen zuzugehen. So können Spielplätze auf vielfältige Weise Kinder auf das Leben vorbereiten.

5. Kinder auf das Leben vorbereiten mit Bausteinen

Ob traditionell aus Holz, magnetisch oder Plastik – Häuser und Städte mit Bausteinen zu erschaffen ist eine großartige Aktivität für dein Vorschulkind. Zum einen fördert das Spielen mit Bauklötzen ein grundlegendes Verständnis für Mathematik und Konstruktionen, indem die Kleinen herausfinden, wie sie eine stabile Struktur erschaffen. Zum anderen kurbelt es ihre Fantasie und das Vorstellungsvermögen an. Was werden sie wohl heute bauen? Vielleicht eine ganze Welt für Fantasiefiguren?

Außerdem ist das Spielen mit Bausteinen total einfach. So können zum Beispiel auch Kinder vergnügt zusammen mit Bauklötzen spielen, obwohl sie keine gemeinsame Sprache sprechen.

6. Gemeinsam essen ist wichtig für Familien

Regelmäßig gemeinsam essen ist ein anderes Anzeichen für den lebenslangen Erfolg deines Kindes. Es ist nicht schwer zu verstehen, warum vielen Eltern in ihrer Erziehung darauf pochen.

Aus gesundheitlichen Gründen hat es den Vorteil, dass sich dein Kind vergleichsweise nährstoffreich ernährt, wenn ihr als Familie zusammensitzt. Würden Kinder völlig sich selbst überlassen essen, bestünden ihre Mahlzeiten wohl hauptsächlich aus Snacks und Süßigkeiten – oder sie würden gar nichts essen. Daher sind regelmäßige Mahlzeiten und feste Uhrzeiten ebenso wichtig, um ein gesundes Essverhalten zu etablieren.

Doch Mahlzeiten mit der ganzen Familie bieten auch soziale Vorteile, die Kinder auf das Leben vorbereiten. Dazu gehören zum Beispiel Tischmanieren, aber auch gegenseitige Rücksichtnahme.

Doch was am wichtigsten ist: Mit der ganzen Familie zu essen pflegt eure Kommunikation. So lernt der Nachwuchs, sich zu unterhalten und zuzuhören. Sie können eine regelrechte Wortschatz-Explosion erleben, wenn sie ihren Eltern bei einem komplexen Gespräch zuhören. Außerdem ist das Abendessen in Familie eine gute Gelegenheit, sich auszutauschen und somit verstanden und geliebt zu fühlen. In jedem Fall bieten solche Mahlzeiten viele Gelegenheiten, Kinder auf das Leben vorzubereiten.

Nicht nur für die Schule, sondern für das Leben lernen

Diese sechs Vorschläge sind auf keinen Fall als vollständige Liste zu verstehen. Sie sollen dir nur ein paar Ideen liefern, wie ihr als Eltern Grundsteine für lebenslanges Lernen und die erfolgreiche Zukunft eurer Sprösslinge legen könnt. Auch, wenn es nicht so aussieht, – diese einfachen Dinge sind es, die Kinder auf das Leben vorbereiten. Macht weiter so!


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