18 March 2021 (updated)

Fernseher im Kinderzimmer: Tipps für den TV-Konsum

Heutzutage haben viele Kinder eigene Fernseher, Smartphones und Tablets - aber ist das eine positive Entwicklung? Wir haben uns die Vor- und Nachteile der Fernseher im Kinderzimmer genauer angesehen und geben dir nützliche Tipps zum Medienkonsum in der Familie.

Wie viele Kinder haben einen eigenen Fernseher im Kinderzimmer?

Laut einer Studie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BmFSFJ) haben 45 Prozent aller 6- bis 13-jährigen Kinder in Deutschland ein eigenes Fernsehgerät im Zimmer. Bei den 12- bis 19-Jährigen sind es sogar 52 Prozent. Weiterhin zeigt die Statistik: Wer einen eigenen TV im Zimmer hat, schaut mehr und später fern.

Dennoch lässt sich ein Trend erkennen: Es gibt in immer weniger Haushalten Fernseher im Kinderzimmer. Doch im Gegensatz zum Fernsehen benutzen auch Kinder immer öfter Tablets und Smartphones. Darüber hinaus machen On-Demand Plattformen wie Netflix den Zugang zu Filmen und Serien überall möglich. Anders ausgedrückt: Der traditionelle Fernseher hat in vielen Familien ausgesorgt. Menschen schauen nicht weniger, aber anders fern, als früher. Nach wie vor sehen sich aber die meisten Kinder in ihrem Kinderzimmer Filme und Serien an, was es für Eltern umso schwerer macht, den Medienkonsum zu überwachen.

Deswegen werden wir für diesen Artikel Smartphones und Tablets so behandeln, als wären es klassische Fernseher im Kinderzimmer. Wenn wir also vom Fernsehen sprechen, sind damit alle elektronischen Geräte gemeint, mit denen sich TV schauen lässt. Unsere Tipps beziehen sich also auf grundsätzliche Überlegungen, die ihr als Eltern bedenken solltet, bevor ihr ein solches Medium in das Zimmer eurer Kinder einziehen lasst.

Wie viel Fernsehen ist gut für Kinder?

Im Zeitalter der digitalen Medien sind unsere Kinder permanent diesen versteckten Fernsehern ausgesetzt. Sie spielen mit Smartphones, schauen sich Video-Clips auf Tablets an und sind fasziniert von den großen Bildschirmen in Einkaufszentren. Es ist wichtig zu verstehen, dass all diese kleinen Momente ebenfalls zur Bildschirmzeit zählen.

Das Internationale Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI) hat aktuelle Forschungsergebnisse zur Mediennutzung durch Kinder und Jugendliche zusammengestellt und herausgegeben. Darin ist zu lesen, dass 2017 die Nutzungszeit audiovisueller Medien ab einem Alter von 10 Jahren bei über sieben Stunden pro Tag lag - Tendenz steigend.

Tipps für einen positiven Umgang mit dem Fernseher im Kinderzimmer

Um Eltern einen Kompass für die Navigation durch den Medien-Dschungel an die Hand zu geben, hat das BmFSFJ "Zehn Tipps zum Fernsehen in der Familie" veröffentlicht. Darin heißt es zum Beispiel, dass Kinder zwischen drei und fünf Jahren nicht länger als 30 Minuten täglich fernsehen sollten. Im Alter von sechs bis neun Jahren sind nicht mehr als 45 Minuten empfehlenswert und Kinder ab zehn Jahren sollten höchstens 60 Minuten am Tag fernsehen.

Ein weiterer Rat lautet, dass Eltern mit ihren Kindern gemeinsam Fernsehen schauen sollten. Das hilft Kindern dabei, mit der realen Welt in Verbindung zu bleiben und nicht komplett in die Fernsehwelt abzutauchen. Für die Erwachsenen bietet sich hier auch der Vorteil, dass sich klare Grenzen für die Fernsehzeit leichter umsetzen lassen. Demzufolge sollten Eltern darüber nachdenken, dass Kinderzimmer zur absolut TV-freien Zone zu erklären.

Fernsehkonsum kann auch das Wissen erweitern

Es ist wichtig, als Eltern um die potenziellen Gefahren eines Fernsehgeräts im Kinderzimmer zu wissen. Allerdings ist das Fernsehen nichts generell Schlechtes. Es gibt hingegen einige Sendungen, mit denen Kinder etwas Neues lernen können. Auch positive Apps wie die FamilyApp gehören zu jenen Medien, die alle Familienmitglieder bedenkenlos nutzen können. Warum also nicht die Kinder zu solchen sicheren Plattformen und Medien hinführen?

Viele Jugendliche nutzen zum Beispiel YouTube-Videos, wenn sie für die Schule lernen. Dort wird ein komplexer Sachverhalt noch einmal anschaulich dargestellt. Oft macht es dann erst richtig Klick und der Lernstoff kann in der nächsten Klassenarbeit abgerufen werden. Allerdings sollten Eltern auch hier mit ihren Kindern zusammen seriöse YouTuber und deren Sendungen aussuchen, sodass Fake News keine Chance bei den Kindern haben.

Eltern sollten Kinder nicht unbeaufsichtigt fernsehen lassen

Außerdem gibt es ein paar Möglichkeiten, mit denen Eltern die Bildschirmzeit ihrer Kinder beaufsichtigen können. Plattformen wie Netflix bieten mithilfe von Kinder-Profilen ganz einfachen Zugang zu ausschließlich kinderfreundlichen Sendungen und Filmen. Gemeinnützige Institutionen bieten dabei Orientierungshilfe.

Als Beispiel sei hier die Internetseite FLIMMO genannt. Diese ist an die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) angegliedert und bespricht aktuelle Fernsehsendungen und Kinofilme für Kinder im Alter von drei bis 13 Jahren.

Andere gute Werkzeuge zur Beobachtung des Medienkonsums sind Kinderschutz-Softwares und Kindersicherungen.

TV-Konsum in der Familie: Ein Plan hilft

Um alle Familienmitglieder mitentscheiden zu lassen, welche Sendungen und Filme ihr schaut, empfiehlt sich ein Medienplan. Dort könnt ihr nicht nur Zeiten, sondern auch die Sendungen festhalten, die im TV-Programm laufen oder ihr bei eurem nächsten Familienfilmabend schauen wollt. So legt ihr gemeinsam einen Rahmen für den Medienkonsum fest, der für die ganze Familie funktioniert.

Wie in allen anderen Bereichen des Familienlebens gilt auch beim Thema Fernsehen: Redet miteinander. Erklärt euren Kindern, welche Gefahren ein eigener Fernseher mit sich bringt und welche Vorteile hochwertige TV-Sendungen haben. Sprecht auch offen über Problemzonen wie Konsolen- und Computerspiele.

Fernseher im Kinderzimmer - pro und contra

All diese Informationen sollten dir ein Gefühl dafür geben, welche Auswirkungen die Nutzung von Bildschirmgeräten in Kinderzimmern hat. Mit dem eigenen Fernseher noch ein zusätzlichen anzuschaffen, wird bestimmt die verbrachte Zeit noch erhöhen. Das gilt vor allem, wenn es für die Eltern nicht möglich ist, sie genau im Auge zu behalten, was aber bei einem eigenen Gerät im Kinderzimmer der Fall wäre.

Es werden auch immer wieder Stimmen laut, die weitere negative Aspekte von zu viel Medienzeit betonen. Verbringen Kinder den Großteil ihrer Freizeit vor dem Fernseher, sind sie dementsprechend weniger an der frischen Luft unterwegs. Oder sie knüpfen nicht so gut soziale Kontakte und werden dadurch mitunter aggressiv.

Eigener Fernseher für ältere Kinder und Jugendliche

Doch wie bei allem im Leben und in der Erziehung gilt auch für den Umgang mit einem TV-Gerät: Die richtige Balance ist entscheidend. Wenn du und deine Kinder euch auf einen Plan zur Mediennutzung einigt und du ihnen absolut vertrauen kannst, dass sie sich daran halten, dann ist ein eigener Fernseher bei älteren Kindern kein Problem.

So können Jugendliche in einem relativ geschützten Rahmen Eigenverantwortung und Selbstkontrolle lernen. Außerdem erfahren sie, wie sich ihr Verhalten auf ihr Umfeld auswirkt. Sollte dein Bauchgefühl aber dahin tendieren, dass ein Fernseher im eigenen Zimmer zu Streit über das Medienverhalten führt, sollte er lieber im Wohnzimmer bleiben.

Du siehst: Es gibt keine generelle Empfehlung zum Thema Fernseher im Kinderzimmer, sondern es ist wirklich von jeder Familie individuell zu vereinbaren. Wenn ihr für euch eine Entscheidung getroffen habt, teilt sie anderen Verwandten wie den Großeltern über den FamilyApp Familienchat mit. So sind auch sie informiert.


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